Eilmeldung

Eilmeldung

Weiterer Rückzug: Israel bereitet sich auf Klage vor

Sie lesen gerade:

Weiterer Rückzug: Israel bereitet sich auf Klage vor

Schriftgrösse Aa Aa

Die israelische Armee hat ihren Rückzug aus dem Gazastreifen fortgesetzt. Doch ob bis zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten alle Soldaten das Palästinensergebiet verlassen haben werden, ist fraglich. Verteidigungsministerium und Armee dementierten einen enstprechenden Zeitplan.

Er wünsche Barack Obama das Beste, sagt ein die Zeitung lesender Soldat. Der amerikanische Präsident habe die stärkste Armee der Welt. Wenn er die Probleme im Nahen Osten nicht lösen könne, dann niemand. Die Regierung bereitet sich auf eine mögliche Klage wegen Kriegsverbrechen vor. Internationale Organisationen werfen Israel den illegalen Einsatz von Phosphorbomben und Angriffe auf UN-Einrichtungen vor. Die Erfolgsaussichten einer Klage wären aber gering. Unterdessen ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf über 1400 gestiegen. In Gaza starben zwei Kinder, als sie mit Munition spielten. Aus den Trümmern werden weiter Tote geborgen. Während des dreiwöchigen Krieges wurden rund 5000 Häuser zerstört, mehr als vier mal so viel schwer beschädigt. Schlimmer als nach einem Erdbeben, sagen Augenzeugen. Jeder Dritte der eineinhalb Millionen Menschen im Gazastreifen hat weder fließendes Wasser noch Zugang zu Nahrungsmitteln.