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Desaströse Verhältnisse im Gaza-Streifen

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Desaströse Verhältnisse im Gaza-Streifen

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Teile des Gazastreifens sehen nach 22 Kriegstagen aus, als hätte ein Erdbeben in der Region gewütet. Ganze Häuserblöcke sind dem Erdboden gleichgemacht, aus den Trümmern werden immer noch Leichen geborgen.

Die Vereinten Nationen sprechen von über 50.000 Palästinensern, die nun kein Dach mehr über dem Kopf haben. Rund 400.000 Menschen haben in ihren Häusern kein fließendes Wasser mehr und keinen Zugang zu Nahrungsmitteln. Sie sind auf die Hilfe der internationalen Organisationen angewiesen. Diese Hilfe wird jedoch durch die häufig geschlossenen Grenzposten zwischen Israel und dem Gaza-Streifen erschwert. Unterdessen hat Israel angekündigt, 143 Lastwagen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten in den Gaza-Streifen zu lassen. Für die Palästinenser muss Hilfe schnell kommen: “Wir brauchen sofort Geld, um uns um die obdachlos gewordenen Menschen zu kümmern, und wir brauchen dieses Geld schnell. Außerdem ist wichtig, dass Israel die Blockade des Gaza-Streifens aufgibt”. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat zur Regelung des Wiederaufbaus im Gazastreifen die Schaffung einer erneuten Einheitsregierung mit der radikal-islamischen Hamas vorgeschlagen. Diese hat bisher nicht reagiert.