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Das Team des Barack Obama

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Das Team des Barack Obama

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Gute Vorbereitung ist alles, wenn ein Wahlsieger auch einen guten Start im Amt hinlegen will. Um die 7.000 Posten sind im großen Regierungsapparat zu besetzen.

Also erklärte Barack Obama schon am 7. Novemer 2008 in den Siegesjubel hinein, er unterschätze keineswegs die enorme Aufgabe, die da vor ihm liege. Er sagte “wir” bei der Mitteilung, daß schon an der Vorbereitung der Amtsübergabe gearbeitet werde. Zu “wir” gehörte da bereits Rahm Emanuel. Den allseits geschätzten Pragmatiker hatte Obama bereits am Vorabend zum Stabschef des Weißen Hauses bestimmt. Da lobte sogar das konservative “Wall Street Journal”, dieser Mann könne helfen, Forderungen der Linken zu ignorieren und aus der Mitte heraus zu regieren. Kontinuität halten, wo angebracht, ehemalige Gegner einbinden. In dieses Obama-Konzept paßt seine Entscheidung, den erst 2006 von Vorgänger Bush ernannten Verteidigungsminister Robert Gates im Amt zu belassen. Der ehemalige CIA-Direktor gilt als moderater Kopf bei den Republikanern. Die Anrede für Amerikas Außenminister bleibt: Madam Secretary. Mit der Ernennung von Hillary Clinton dürfte sich der neue Präsident schon reichlich Zustimmung gesichert haben. So ganz nebenbei holt er sich mit der ehemaligen First Lady auch Erfahrungen und Beziehungen seines demokratischen Vorgängers an den Kabinettstisch. In Europa betont ein Wissenschaftler auf dem Gebiet der transatlantischen Beziehungen, Obama setze gerade in den Bereichen Außenpolitik und Wirtschaft auf starke Persönlichkeiten mit viel Erfahrung und pragmatischer Herangehensweise. Damit ist natürlich auch der 47jährige Chef der New Yorker Notenbank, Timothy Geithner, gemeint. Der Mann, der in der Krise wichtige Arbeit geleistet hat bei dem Bemühungen um die Stabilisierung der Finanzmärkte, wird nun Amerikas Finanzminister. Kleine Flecken auf der weißen Weste wegen Steuerschulden soll er schleunigst gesäubert haben. Es fällt auf, wie breit gefächert Obama sein Team aufstellt – sowohl was Alter und Erfahrung, aber auch was politische Herkunft anbelangt. Der Wissenschaftler bezeichnet den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten als einen Typ, der wisse, wie man mit starken Persönlichkeiten umgehen und wie man in Konfliktsituationen handeln müsse. Für Energie- und Umweltpolitik wird ein Nobelpreisträger verantwortlich sein. Die Ernennung von Steven Chu gilt als Zeichen dafür, dass der neue US-Präsident mit mehr Forschung die Nutzung alternativer Energien voranbringen will.