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Der 44. Präsident tritt in die Fußstapfen des 16. Präsidenten

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Der 44. Präsident tritt in die Fußstapfen des 16. Präsidenten

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Dies ist der Ort, von dem aus sich Barack Obama auf seinen langen Weg ins Weiße Haus machte. In Springfield/Illinois stellte er sich im Februar 2007 mit Frau und Kindern vor das alte Capitol, in dem Abraham Lincoln die zerstrittenen Abgeordneten zur Einigkeit aufgerufen hatte. Hier verkündete er seine Absicht, für das Präsidentenamt zu kandidieren. In der Tradition des 1860 gewählten 16. Präsidenten, der als Vater der Sklavenbefreiung verehrt wird, engagiert auch Obama sich für die Rechte der farbigen Bevölkerung, ebenso wie Lincoln.

Der Historiker Harold Holzer vergleicht Lincoln und Obama u.a. mit den Worten: “Dies sind zwei dünne Männer aus Illinois, mit zunächst begrenzter Erfahrung in der Gesetzgebung. Sie kamen aus dem Nichts und gewannen die Nominierung und dann das Präsidentenamt. Beide Anwälte. Beide saßen kurz im Parlament. Und beide wurden sehr prominent, weil sie große Redner waren.” Die Parallelen gehen noch weiter. Wie Lincoln bemüht sich auch Obama, ehemalige Rivalen in sein Team einzubinden. Die Norminierung von Hillary Clinton zur Außenministerin ist das beste Beispiel

Obama bezieht sich ausdrücklich auf Abraham Lincoln, wenn er dessen historische Eisenbahnreise wiederholt: Von Philadelphia, wo die Verfassung der Vereinigten Staaten angenommen wurde über Baltimore, den Ort der Sklavenbefreiung, nach Washington. Und der 44. Präsident will seinen Amtseid auf die Bibel des 16. Präsidenten schwören. Allerdings warnt der Historiker Darryl West: “Obama muss aufpassen, dass er sich nicht in historischen Parallelen verheddert, denn keine Periode der Gegenwart ist eine exakte Nachbildung einer vergangenen .” Im Wahlkampf sagte Obama, er habe die Schriften von Präsident Lincoln “wiedergelesen”, da dieser “immer eine Quelle ungewöhnlicher Inspiration” sei.