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Obamas Zeit als "Präsident im Wartestand"

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Obamas Zeit als "Präsident im Wartestand"

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Elfter November 2008. Der künftige Chef des Weißen Hauses läßt sich vom scheidenden die ersten Details erklären, darüber wie es so läuft im Zentrum der Macht. Und die künftige “First Lady” bekommt eine Vorstellung vom Familienleben im meistgefilmten Haus der Welt. 14 Tage später wird der Wahlsieger schon konkreter. Barack Obama stellt sein Wirtschaftsteam vor, dann seine Besetzung wichtiger Sicherheitsposten.

Es wird klar: Dieser Mann will keine Zeit verlieren. Im Internet läßt er die Amerikaner wissen, den Austausch von Ideen, der sich in seinem Wahlkampf als sinnvoll erwiesen hat, will er auch als oberster Entscheidungsträger des Landes weiter pflegen. Zu seinen Prioritäten sagt Obama: Den Leuten wieder Arbeit geben und der Wirtschaft Schwung, das soll die erste Aufgabe seiner Mannschaft sein. Obama spricht von “wir”, von seinem Team, von Zusammenarbeit mit den Führern beider Parteien. Somit sind zum Jahreswechsel Schwerpunkte gesetzt. In Sachen Wirtschaft greift der neue Mann auf einige “alte Hasen” aus der Clinton-Zeit zurück. Das erfahren Reporter, mit denen Obama erstmals in einer Regierungsmaschine nach Washington fliegt. Davor lagen Bilder ohne jede Hektik, die vielleicht auch die Botschaft übermitteln sollten: Dieser Mann hat gute Nerven, er bereitet sich in Ruhe vor, er macht sich selber nicht unnötig Streß – und er ist ein guter amerikanischer Familienvater. Obama hält sich strikt an die Spielregeln – auch wenn so manchen seine Meinung zu aktuellen Schwerpunkten der Weltpolitik interessieren würde – bis zur Amtseinführung ist das noch Sache des amtierenden Präsidenten, wofür er vom Politikwissenschaftler gute Noten bekommt. Der bezeichnet Obamas Zurückhaltung als absolut richtig. Die Fernsehsender bekommen ihre Bilder vom 44. Präsidenten, der sich mit seinem Vize auf die Amtsübernahme vorbereitet und nur sehr persönliche Worte zum Nahost-Konflikt. Worte wie: “Wenn man die Zivilisten leiden sieht, egal ob Palästinenser oder Israelis, dann zerreißt es einem das Herz. Das bestärkt mich in meiner Entschlossenheit, zu versuchen, über den seit Jahrzehnten bestehenden toten Punkt hinwegzukommen.” Wie schwer das werden kann, dürften ihm auch seine 4 Vorgänger beim Präsidenten-Dinner vor der Amtsübergabe gesagt haben. Jimmy Carter -39 (R.Reagan -40 – ist tot ) Bush sen. – 41 Bill Clinton – 42 Bush jun. – 43 Barack Obama – 44