Eilmeldung

Eilmeldung

Barack Obama als 44. US-Präsident vereidigt

Sie lesen gerade:

Barack Obama als 44. US-Präsident vereidigt

Schriftgrösse Aa Aa

Auf den Stufen des Kapitols in Washington hat Barack Obama den Amtseid abgelegt, als 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

Ein kurzes Stocken gab es bei der Eidesformel: Ein Satz kam Obama wohl unbekannt vor. Der Vorsprecher, Amerikas oberster Richter, hatte ein Wort an das Satzende befördert, entgegen dem vorgeschriebenen Text. Alles andere geht dann glatt: Barack Obama wird nun die Verfassung nach besten Kräften bewahren, schützen und verteidigen – so wahr ihm Gott helfe. Es folgt seine erste Rede als Präsident: “Von heute an müssen wir uns wieder aufrichten”, sagt er den Amerikanern; “den Staub abklopfen und Amerika wieder erneuern.” Eine große Aufgabe für Obama wird der Kampf gegen die Krise sein. Stark geschwächt sei die Wirtschaft, sagt er: durch die Gier und Verantwortungslosigkeit von manchen, aber auch durch das gemeinsame Versagen, schwere Entscheidungen zu treffen und die Nation auf neue Zeiten vorzubereiten. Sein Vorgänger hat ihm das zweite große Problem eingebrockt: die beiden Kriege. Den Irak werde man verantwortungsbewusst seinem Volk übergeben, sagt Obama dazu; und in Afghanistan zu einem schwerverdienten Frieden kommen. Die Bedrohung durch Kernwaffen wolle man mindern und das Gespenst der Erderwärmung vertreiben. Nach rund einer Viertelstunde ist Obamas Antrittsrede vorbei – die eigentliche Arbeit kann nun beginnen. Die meisten Amerikaner sind überzeugt, dass es unter dem neuen Mann an der Spitze besser werden wird: So einen Vertrauensvorschuss hat vor Barack Obama noch nie ein amerikanischer Präsident gehabt.