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Was Obama jetzt zu tun hat

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Was Obama jetzt zu tun hat

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Die Erwartungen sind gewaltig – der neue Präsident ist sich der Herausforderungen bewußt. In seiner Antrittsrede gab es keine Schönfärberei, Obama sagte: “Der Zustand unserer Wirtschaft verlangt nach Taten, nach Mut und Tempo. Wir werden handeln, nicht nur um neue Jobs zu schaffen sondern auch eine neue Grundlage für Wachstum .”

Vom “Land der Freien, der Heimat der Tapferen” , wie es in der Nationalhymne heißt, sangen Hunderttausende zusammen mit ihrem Hoffnungsträger. “Clock is ticking…” Aber die Zeit läuft, betont der Wirtschaftsforscher Laksham Achuthan . “Die Obama-Regierung und der Kongreß müssen schnell handeln, damit die stimulierenden Wirkungen des zweiten Konjunkturpaketes deutlich werden – mit Verantwortung und Transparenz. “Die Erwartungen sind ziemlich hoch – aber Hoffnung ist sehr wichtig”, betont der Wirtschaftsfachmann, denn gestärkte Hoffnung könne Teil des Aufschwungs werden. Dieser 44. Präsident der Vereinigten Staaten hat von seinem Vorgänger zwei Kriege geerbt. Obama sagte dazu: “Wir werden damit beginnen, in verantwortlicher Weise den Irak den Irakern zu übergeben und einen mühsam errungenen Frieden in Afghanistan zu schmieden.” Diesen Satz werden sie sich in Bagdad gemerkt haben. Nur die wenigsten Iraker dürften Obama noch soviel Verständnis entgegenbringen wie der Politikwissenschaftler Wameedh Nadhmi von der Universität Bagdad, der einräumt, es sei eben nicht einfach für Obama, den schnellen und radikalen Wandel zu bewirken, schon weil der Präsident natürlich in der Logik der amerikanischen Politik stehe, wonach Entscheidungen nicht nur vom Präsidenten selber sondern auch von anderen Instititionen beeinflußt werden. Selten wohl mußte ein Präsident nach einem so umjubelten Beginn sich so schnell mit so vielen Krisenherden gleichzeitig beschäftigen.