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Neuer Anstieg von britischer Arbeitslosigkeit

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Neuer Anstieg von britischer Arbeitslosigkeit

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Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist wegen der Finanzkrise auf den höchsten Stand seit fast zwölf Jahren gestiegen. Nach amtlichen Angaben kletterte die Zahl der Jobsuchenden in den drei Monaten bis November um 131.000 auf mehr als 1,9 Millionen. Das war der höchste Wert seit September 1997.

Die Erwerbslosenquote erreichte 6,1 Prozent, nachdem sie im Vorjahreszeitraum noch bei 5,2 Prozent gelegen hatte. Nach elf Anstiegen der Arbeitslosigkeit in Folge kann sich keine Branche mehr in Sicherheit wiegen. Nicht nur Industriearbeiter verlieren ihre Jobs, sondern auch hochqualifizierte Fachleute wie der Graphikdesigner Michael Winter. Es gebe kein wirkliches soziales Netz und kein Verfahren, das der Mittelklasse helfen könnte, nach einem Stellenverlust wieder in Arbeit zu kommen, sagte er. Stattdessen werde derzeit viel Geld ausgegeben, um den Banken wieder auf die Beine zu helfen. Auch die Regierung räumt ein, dass auf den Arbeitsämtern eine neue Situation entstanden sei. Die dortigen Angestellten müssten Menschen beraten, mit denen sie nie zuvor zu tun gehabt hätten, sagt Arbeitsminister Tony McNulty. Bis auf weiteres sei die Erwerbslosigkeit ein Phänomen in nahezu allen Wirtschaftsbranchen, vielleicht ganz besonders im Finanzsektor. Darauf müssten sich die Behörden erst einstellen. Unterdessen sagte die Bank von England ein weiteres Abgleiten der britischen Wirtschaft in die Rezession voraus. Daher müsse über Zinssenkungen hinaus über Maßnahmen nachgedacht werden, wie die Konjunktur wieder angekurbelt werden könne. Helfen werde dabei der Wertverlust des Pfund Sterling.