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EU will Krebs besser frühzeitig bekämpfen

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EU will Krebs besser frühzeitig bekämpfen

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Noch immer ist er die zweithäufigste Todesursache in der Europäischen Union. An ihm erkranken jedes Jahr 3,2 Millionen Europäer. Im Kampf gegen Krebs hat die EU-Kommission angesichts dieser Zahlen die Mitgliedsstaaten zu mehr Anstrengungen aufgefordert.

Zur Zeit werden EU-weit lediglich die Hälfte der empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Vor fünf Jahren hatten sich die 27 Mitgliedsstaaten zwar auf eine Empfehlung von insgesamt 125 Millionen Untersuchungen geeinigt. Nach Angaben der Kommission hielten sich bei Brustkrebs aber nur 22 Länder an die Vorgaben. Bei Gebährmutterhals- und Darmkrebs ist der Schnitt noch schlechter. Ziel sei es nicht, einzelne Mitgliedsstaaten zu nennen und zu kompromittieren, sagte die Kommissionssprecherin Nina Papadoulaki. Es gehe darum, das Bewusstsein zu schärfen und ein Problem zu beleuchten, das am besten in Angriff genommen werden könne, wenn alle Mitgliedsstaaten enger zusammenarbeiteten. Es müsse wirksame Programme in der Krebsvorsorge geben, indem die Informationen innerhalb der EU ausgetauscht würden. 2006 starben EU-weit durchschnittlich zwei von zehn Frauen und drei von zehn Männern an Krebs. Doch die Daten weichen von EU-Staat zu EU-Staat stark voneinander ab. Da die Menschen länger leben, wird damit gerechnet, dass die Zahl der Krebspatienten noch weiter steigt. 128 fin