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Chinas Wachstum 2008 deutlich langsamer

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Chinas Wachstum 2008 deutlich langsamer

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Die weltweite Wirtschaftskrise macht auch vor China nicht halt. Das Wachstumstempo der Volksrepublik verlangsamte sich im Schlussquartal des vergangenen Jahres auf 6,8 Prozent. Das war der geringste Wert seit sieben Jahren.

Im Gesamtjahr wurden noch neun Prozent erreicht, 2007 waren es 13 Prozent. Damit ist der Anstieg erstmals seit 2003 nicht mehr zweistellig. Für das laufende Jahr rechnen Experten nur noch mit einem Wachstum zwischen fünf und sieben Prozent. Die Folgen der Finanzkrise bekomme China seit Oktober zu spüren, sagte der Chef der nationalen Statistikbehörde, die die Zahlen vorlegte. Angefangen habe es mit dem Mittelstand, später seien die Probleme auf große Unternehmen übergesprungen. China erlebe eine der größten Krisen. Experten befürchten zudem negative Folgen für den Arbeitsmarkt und damit soziale Spannungen. Schätzungen zufolge haben zehn Millionen Menschen Arbeitsplätze in der Industrie verloren. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Landarbeiter, die die Jobsuche in die großen Städte getrieben hat. Dort vegetieren sie nun als sichtbare Zeugen für das Scheitern der bisherigen Politik. Solange die Binnennachfrage im Niedriglohnland China schwach bleibt, lebt das Land vom Export. Und solange der nicht wieder auf die Beine kommt, droht der Regierung am Ende eine Debatte über die Legitimität der Kommunistischen Partei. Nicht zuletzt deswegen ist Peking an einer raschen Wiederbelebung der Konjunktur interessiert.