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Schmuggeltunnel gefährden Nahost-Waffenruhe

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Schmuggeltunnel gefährden Nahost-Waffenruhe

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Sie graben weiter, jetzt erst recht – im Gazastreifen arbeiten hunderte Palästinenser an der Reparatur der Schmuggel-Tunnel an der Grenze zu Ägypten.

Israels Außenministerin Zipi Livni drohte der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas deshalb mit neuen Angriffen. Bei einem Ortstermin forderte UN-Nothilfe-Koordinator John Holmes humanitäre Soforthilfe “ohne politische Verstrickungen” und kündigte einen Wiederaufbau-Plan in wenigen Tagen an. Angesichts der katastrophalen Lage im Gazastreifen will Israel die Grenze zu dem Palästinensergebiet für humanitäre Hilfe öffnen. Bedingung für eine generelle Grenzöffnung: Ein Ende des Waffen-Schmuggels, so Außenministerin Livni. Drei Tage nach Beginn einer Waffenruhe hatten die letzten israelischen Bodentruppen das Palästinensergebiet am Mittwochmorgen verlassen. Trotz Waffenruhe haben israelische Marineschiffe vor der Küste des Gaza-Streifens Schüsse abgefeuert. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben zwei Kinder und drei Erwachsene in einem Flüchtlingslager verletzt. Auch auf Fischer wurde geschossen. “Warnschüsse” – so ein israelischer Militärsprecher. In Ägypten suchen Diplomaten nach einem dauerhaften Waffenstillstands-Abkommen – ganz oben auf der Verhandlungs-Liste: die Schmuggel-Tunnel.