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Neuer Anlauf für genveränderten Mais

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Neuer Anlauf für genveränderten Mais

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Der Streit über genveränderten Mais zwischen Brüssel und einigen Mitgliedsstaaten ist erneut entfacht. Die EU-Kommission musste zugeben, dass sie ein Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt hat – gegen den Willen mehrer EU-Mitglieder. Dadurch könnten Frankreich, Griechenland und Ungarn gezwungen werden, ihr Verbot von genverändertem Mais aufzuheben.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte zuvor zwei Sorten als unbedenklich eingestuft. Die Verbote seien nicht gerechtfertigt. Das zwang EU-Umweltkommissar Stavros Dimas dazu, seine ablehnende Haltung aufgeben. Nun müssen zwei Ausschüsse, die Kommission und Mitgliedsstaaten repräsentieren, über das Thema abstimmen. Gibt es keine Mehrheit, müssen die Minister entscheiden. Wird nach drei Monaten keine Lösung gefunden, ist wieder die Kommission gefragt, die die Verbote in Frankreich und Griechenland wahrscheinlich kippen wird – trotz der Proteste aus der Bevölkerung und von Umweltschützern.