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Lebedew verteidigt Evening Standard-Übernahme

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Lebedew verteidigt Evening Standard-Übernahme

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In Großbritannien sorgt die Übernahme des Evening Standard durch einen Ex-KGB-Spion weiter für Diskussionen. Londoner Medienkreise kritisierten, eine Zeitungsinstitution aus dem frühen 19. Jahrhundert werde an einen Oligarchen verschachert.

Der Milliardär Alexander Lebedew hatte das verlustmachende Blatt für den symbolischen Preis von einem Pfund Sterling übernommen. Auf einer Pressekonferenz trat er Vorbehalten gegenüber seiner Person entgegen. Er wolle dem Evening Standard helfen, finanziell wieder in die Gewinnzone zu kommen. Den bisherigen Eigentümern, der Daily Mail and General Trust, habe er kein Geld gezahlt. Es sei vereinbart worden, stattdessen direkt in die Zeitung zu stecken. Lebedew ist in Moskau Miteigentümer der Oppositionszeitung Novaya Gazeta. Zum Milliardär wurde er aber durch Beteiligungen an Banken, Versicherungen und der Fluggesellschaft Aeroflot. Der Evening Standard hat eine Auflage von 280.000 und schreibt seit Jahren rote Zahlen. Seine blau-weissen Verkaufsstände und Straßenverkäufer gehören jedoch traditionell zum Londoner Stadtbild.