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Todesstrafe für Milchpanscher

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Todesstrafe für Milchpanscher

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Die Hauptverantwortlichen für den chinesischen Milch-Skandal sind zur Todestrafe verurteilt worden. Die Ex-Chefin des Sanlu-Konzerns, der im Mittelpunkt des Skandals steht, erhielt lebenslang. Gegen drei weitere Angeklagte verhängten die Richter die Todesstrafe. Für einen wird diese jedoch vorerst ausgesetzt.

Vor dem Gericht in der nordostchinesischen Provinz Hebei und weiteren Gerichten müssen sich 21 Manager der Milchindustrie und Behördenmitarbeiter für den Tod von mindestens sechs Babys verantworten. Knapp 300 000 Kinder sind nach dem Verzehr von verseuchtem Milchpulver an Nierenleiden erkrankt. Die Hersteller hatten die Industriechemikalie Melamin in das Pulver gepanscht, die einen höheren Proteingehalt vorgibt. Der Skandal hatte in China hohe Wellen geschlagen. Dass er während der Zensur bei den Olympischen Spielen lange vertuscht wurde, brachte die Menschen noch mehr auf.