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Razzia im Baskenland soll ETA-Umfeld austrocknen

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Razzia im Baskenland soll ETA-Umfeld austrocknen

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Bei Razzien im politischen Umfeld der baskischen Untergrundorganisation ETA hat die spanische Polizei mindestens acht Verdächtige festgenommen. Sie sollen versucht haben, die verbotene Baskenpartei Batasuna über Tarnorganisationen neu aufzubauen.

Neue Parteien wollen offenbar Kandidaten für die Regionalwahl im Baskenland am ersten März aufstellen. Batasuna gilt als politischer Arm der Terror-Organisation ETA und ist seit 2003 illegal, weil sie sich nicht von deren Gewalttaten distanziert. Im Großeinsatz wurden in der Nacht rund 20 Wohnungen in verschiedenen Städten des spanischen Baskenlandes durchsucht. Die Aktion war neun Monate lang vorbereitet worden. Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba: “Die Festgenommenen werden in den kommenden Tagen den Justizbehörden Auskunft geben.” Die Polizei könne beweisen, “dass sie die ETA unterstützen, dass sie im Dienst der ETA stehen, dass sie Rädchen sind im Getriebe der ETA.” Nach dem Scheitern von Verhandlungen mit der spanischen Regierung verübt die ETA seit Mitte 2007 wieder Attentate. Dabei starben in vier Jahrzehnten mehr als 800 Menschen.