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Krise der Technobranche: Samsung reiht sich ein

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Krise der Technobranche: Samsung reiht sich ein

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Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat erstmals in seiner Firmengeschichte einen Quartalsverlust verbucht. Von Oktober bis Dezember 2008 fiel ein Fehlbetrag von mehr als elf Millionen Euro an. Der Konzern führte das auf die sinkende Nachfrage nach Elektronikgütern zurück.

Diese Erfahrung mussten vor Samsung schon eine Reihe anderer Branchenkollegen machen. Der japanische Sony-Konzern etwa hatte am Vortag einen operativen Verlust von 2,2 Milliarden Euro prognostiziert – ein Rekord. Vorstandschef Howard Stringer sprach von der schlimmsten Wirtschaftskrise, die er je erlebt habe. Es sei deprimierend. Für Oktober habe Sony mit einem hohen Gewinn gerechnet, doch daraus sei ein hoher Verlust geworden. Für Schockwellen in Märkten und in der Branche hatte auch Microsoft gesorgt. Der erfolgsverwöhnte Softwareriese will 5000 Stellen streichen, um dadurch Kosten zu sparen. Außerdem wurde die Prognose gesenkt. Auch der deutsche Chipkonzern Infineon stellt sich auf hohe Belastungen ein. Nach der Insolvenz der Speicherchip-Tochter Qimonda müssen Rückstellungen in dreistelliger Millionenhöhe gebildet werden. Und selbst Handy-Weltmarktführer Nokia hat große Schwierigkeiten, den Krisensturm abzuwettern. Im jüngsten Quartal gab es unerwartet hohe Einbußen. Aus dieser grauen Masse der Technologieunternehmen ragt eines heraus, das mit guten Zahlen überrascht. Der Internetportal-Betreiber Google erzielte gegen den Trend positive Umsatzzahlen.