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Flüchtlingsprotest auf Lampedusa

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Flüchtlingsprotest auf Lampedusa

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Hunderte Flüchtlinge haben auf der süditalienischen Insel Lampedusa gegen das heillos überfüllte Auffanglager dort demonstriert. Zuvor hatten sie die Gitter des Lagers gestürmt, und waren so den Wärtern entkommen. Unter dem Applaus der Einheimischen forderten sie ihre Verlegung in Lager auf dem Festland. Die Insulaner demonstrieren seit Tagen gegen den geplanten Bau einer zweiten Unterkunft.

Regierungschef Silvio Berlusconi erklärte, alles sei unter Kontrolle. Die Inselbewohner sollten nicht nervös werden, schon in den nächsten Tagen werde eine Lösung gefunden: Innenminister Roberto Maroni werde in Tunesien ein Abkommen unterzeichnen, über die Rückführung aller Tunesier, die zur Zeit auf Lampedusa sind. Viele Flüchtlinge kommen in Booten aus Nordafrika auf den italienischen Konfetti im Mittelmeer. Das Lager, in dem sie dort festgehalten werden, ist schon seit Jahren umstritten und heillos überfüllt: Mehr als doppelt so viele Menschen wie ursprünglich vorgesehen leben hier.