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USA: Abtreibung erhitzt erneut Gemüter

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USA: Abtreibung erhitzt erneut Gemüter

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Kundgebungen sowohl für als auch gegen das Recht auf Abtreibung: Allerdings sind hier in San Franzisko die Gegner bei weitem in der Überzahl, wohl auch mobilisiert durch den Machtwechsel im Weißen Haus in Washington.

Die Befürworter hoffen auf den “Freedom of Choice Act” – ein Gesetz zur Erleichterung der Abtreibung, das seit Jahren im Kongress feststeckt, nun aber gute Chancen hat, dort verabschiedet und vom neuen Präsidenten Barack Obama unterzeichnet zu werden. Dabei ist das Recht auf Abtreibung in den USA seit einem Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs von 1973 verbrieft. Trotzdem ist es vor allem auf der Ebene der Bundesstaaten oft eingeschränkt. Obama hat diese Woche erst eine Verordnung der alten Regierung aufgehoben: Sie betrifft Organisationen zur Schwangerschaftsberatung, die international tätig sind und daher in anderen Ländern Abtreibungen ermöglichen. Solche Organisationen dürfen jetzt wieder mit Bundesgeldern unterstützt werden. Unter Präsident Ronald Reagan war das 1984 zum ersten Mal verboten worden. Bill Clinton nahm das Verbot zwar zurück; sein Nachfolger George Bush führte es aber wieder ein.