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Welle von Stellenstreichungen in Europa

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Welle von Stellenstreichungen in Europa

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Mit zahlreichen Stellenstreichungen reagieren europäische Konzerne auf die anhaltende Konjunkturkrise. Zu ihnen gehört auch der niederländische Elektronikriese Philips. Er verschärft sein Sparprogramm und baut 6000 Arbeitsplätze ab, nachdem bereits im Schlußquartal 2008 die Zahl der Mitarbeiter um 7000 reduziert wurde.

Konzernchef Gerard Kleisterlee wagte angesichts des Nachfrageeinbruchs keine Jahresprognose für 2009. Derzeit würden etwa teure LCD-Fernseher nicht verkauft, während der Umsatz bei Haushaltsgeräten kaum zurückgehe. Neben Philips tritt auch Landsmann ING auf die Kostenbremse. Der Finanzdienstleister will 7000 Stellen streichen und zudem erneut staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der anglo-niederländische Stahlproduzent Corus verringert sein Personal um 3500 Beschäftigte. Bei ING gibt es außerdem einen Wechsel an der Konzernspitze. Damit zog das Unternehmen die Konsequenz aus dem Minus in der Bilanz, das sich im Schlussquartal 2008 auf 3,3 Milliarden Euro summierte. Probleme auch bei Corus, dem zweitgrößten Stahlproduzenten Europas. Neben dem Stellenabbau sollen Aluminiumhütten in Deutschland und den Niederlanden verkauft werden. Folge der ausbleibenden Stahlnachfrage. Corus habe sich schon seit längerer Zeit umstrukturieren wollen, doch die Jobstreichungen seien eine Reaktion auf die Krise, so Stahlexperten. Die gesamte Branche stehe seit Monaten unter Druck. Corus leidet wie andere Stahlproduzenten auch unter der fehlenden Nachfrage vom Bau und der Automobilindustrie. Bereits im November hatte das Unternehmen eine Produktionskürzung angekündigt.