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EU will Bau von Nabucco-Pipeline schnell umsetzen

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EU will Bau von Nabucco-Pipeline schnell umsetzen

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Nach dem Gasstreit wollen die EU und die Ukraine in Energiefragen enger zusammenarbeiten. Präsident Viktor Juschtschenko versicherte bei seinem Besuch in Brüssel, dass die Ukraine den mit Moskau ausgehandelten Vertrag voll respektieren werde. Der Streit über Gaspreise zwischen beiden Ländern hatte mehrere EU-Staaten wochenlang in Energienotstand gebracht.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, man wolle verhindern, dass sich die Situation jedes Jahr wiederhole. Eine Investoren-Konferenz in Brüssel soll Ende März über den Ausbau der ukrainischen Gas- und Stromnetze beraten. “Wir haben mit dem Präsidenten auch über die Vernetzung des europäischen Gasmarktes gesprochen,” sagte Juschtschenko. “Es ging in unseren Gesprächen um den Ausbau des Stromnetzes der Ukraine sowie um die Angleichung an das europäische Netz, die bald durchgeführt wird.” Ein weiterer Schritt aus der russischen Abhängigkeit wäre der Bau der Nabucco-Pipeline, den die EU nun vorantreiben will. Auf einem Treffen in Budapest versuchten sich die 12 Lieferanten- und Transitländer auf Einzelheiten zu einigen. Nabucco soll Gas vom Kaspischen Meer 3300 km weit bis zum Verteilzentrum im österreichen Baumgarten bringen – über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Zwar sicherten die Teilnehmer in Budapest ihre Unterstützung zu. Wie die Gesamtsumme von geschätzten acht Milliarden Euro aufgebracht werden soll, bleibt aber weiter unklar.