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Europarat will Frauen und Mädchen besser schützen

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Europarat will Frauen und Mädchen besser schützen

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“Stumme Zeugen häuslicher Gewalt gegen Frauen” heißt die Ausstellung, die seit dieser Woche im Gebäude des Europarats in Straßburg zu besichtigen ist.

Figuren mit aufgeklebten Herzen erzählen von den Einzelschicksalen ermordeter Frauen. Die Täter sind Partner, Ex-Freunde, Väter oder Brüder. 12 bis 15 Prozent der Frauen in Europa werden dem Europarat zufolge täglich Opfer häuslicher Gewalt. Diese ist für die stellvertretende Generalsekretärin Maud de Boer-Buquicchio nach wie vor ein unterschätztes Verbrechen: “Wenn etwas auf unseren Straßen passiert, regen sich die Leute auf. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. Das Problem mit Gewalt gegen Frauen ist, dass oftmals niemand etwas davon mitbekommt. Es passiert zu Hause, niemand nimmt davon Kenntnis. Das Ziel der Kampagne des Europarates -wie auch dieser Ausstellung – ist, die Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken.” Um Frauen und Mädchen besser zu schützen, plant der Europarat eine Konvention gegen Gewalt gegen Frauen. Fernsehspots sollen außerdem für das Thema sensibilisieren.