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Neue Gewalt überschattet Gespräche in Nahost

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Neue Gewalt überschattet Gespräche in Nahost

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Neue Gewalt bedroht die diplomatischen Bemühungen im Nahost-Konflikt. Bei einem israelischen Luftangriff wurden in Chan Junis im südlichen Gazastreifen zwei militante Palästinenser auf einem Motorrad und zehn Zivilisten verletzt. Auch eine Metallfabrik wurde beschossen. Militante Palästinenser hatten trotz der Waffenruhe zwei Raketen auf Israel abgefeuert.

Der neue US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, kam in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen. Zuvor hatte er Gespräche in Kairo und Jerusalem geführt. Die Zeit drängt: In knapp zwei Wochen wird in Israel gewählt. In Umfragen führt die rechte Opposition. Das Thema “Sicherheit” beherrscht den Wahlkampf. Es sei wichtig, eine tragfähige und dauerhafte Waffenruhe im Gazstreifen zu festigen, so Mitchell. Dazu müsse es einen Mechanismus geben, der den legalen Warenverkehr erlaube. Daran müsse sich die Palästinensische Autonomiebehörde beteiligen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte rund 500 Millionen Euro für den Gazastreifen. Damit soll die Grundversorgung nach dem dreiwöchigen Krieg wieder hergestellt werden. Erstmals seit Beginn der Waffenruhe zahlte das UN-Palästinenser-Hilfswerk an rund 200.000 Schulkinder wieder das monatliche Stipendium von 100 Schekel, umgerechnet rund 20 Euro.