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Proteste gegen Putins Wirtschaftspolitik

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Proteste gegen Putins Wirtschaftspolitik

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Eduard Limonow, Chef der verbotenen Partei der Nationalbolschewiken ist in Moskau festgenommen worden. Der rebellische Autor hatte an einer Demonstration gegen die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Wladimir Putin teilgenommen. Allein in der russischen Hauptstadt waren mehr als fünftausend Sicherheitskräfte im Einsatz.

Kommunistenchef Gennadi Sjuganow sagte bei einer anderen Demonstration, dass die Revolution der einzige Ausweg aus der Krise sei. Menschen in Russland fordern Veränderungen. Eine Demonstrantin sagte: “Diese Regierung ruiniert die Menschen. Die hat kein Recht weiter zu bestehen. Eine Elite, die nicht mehr die Menschen vertritt, hat abzudanken.” Im ganzen Land kam es wegen Putins Wirtschaftspolitik zu Protesten. Die Menschen leiden zunehmend unter steigenden Preisen, massiven Rubelabwertungen und Arbeitslosigkeit. Der Preisverfall für Rohstoffe auf den Weltmärkten und die Konjunkturflaute haben die Staatseinnahmen um etwa 40 Prozent schrumpfen lassen. Dagegen gingen auch in Wladiwostok Menschen auf die Straßen. Ebenso wie in der sibirischen Millionenstadt Nowosibirsk, bei immerhin fast 30 Grad minus. Die Staatsmacht hatte in vielen Städten Gegenveranstaltungen organisiert. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagenturen haben daran deutlich mehr Menschen teilgenommen, als an den Protestkundgebungen.