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Israel zehn Tage vor den Wahlen

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Israel zehn Tage vor den Wahlen

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Der israelische Wahlkampf geht in die entscheidende Phase. AM 10. Februar wird gewählt. Klarer Favorit für das Amt des Ministerpräsidenten ist weiterhin der Likud-Kandidat Benjamin Netanjahu — der Hardliner, der bereits einmal Regierungschef war. Er setzt sich für einen besonders harten Kurs gegenüber der Hamas-Organisation im Gasastreifen ein.

Verteidigungsminister Ehud Barack ist ebenfalls ein ehemaliger Ministerpräsident. Seine Arbeiterpartei liegt in den Umfragen deutlich hinter Likud und der Kadima-Partei, für die die Außenministerin Zipi Livni ins Rennen geht. Sie hat die Parteiführung vom scheidenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert übernommen. Während der Kabinettssitzung am Sonntag forderte der Minister für religiöse Angelegenheiten den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan. Yitzak Cohen von der Schas-Partei sagte, Israel müsse Konsequenzen ziehen aus der Rehabilitierung eines Bischofs, der als Holocaust-Leugner bekannt ist. Papst Benedikt hatte Anfang der Woche angekündigt, er werde vier exkommunizierte Beschöfe rehabilitieren. Unter ihnen ist Richard Williamson, der öffentlich die Existenz von Gaskammern während des zweiten Weltkriegs bezweifelt hat und der Meinung ist, dass die Nazis lediglich 300.000 Juden ermordet haben.