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Unsichere Geiselbefreiung in Kolumbien

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Unsichere Geiselbefreiung in Kolumbien

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Zwei Geiseln, die die kolumbianischen FARC-Rebellen heute freilassen wollten, bleiben nun doch in Gefangenschaft. Die beiden Politiker Alan Jara und Sigifredo Lopez werden seit Jahren festgehalten. Nach einem Streit zwischen Präsident Alvaro Uribe und den Unterhändlern, verschoben die Rebellen die geplante Freilassung aber auf unbestimmte Zeit.

Uribe hatte die oppositionelle Senatorin Piedad Cordoba zunächst von der Vermittlung ausgeschlossen, nachdem sie der kolumbianischen Armee vorgeworfen hatte, eine andere Befreiungsaktion Tags zuvor fast zum Scheitern gebracht zu haben. Cordoba hatte gesagt, Kampfflugzeuge hätten den Ort der Geiselübergabe überflogen; daraufhin hätten die Rebellen gezögert, die erste Gruppe Geiseln gehen zu lassen. Später änderte Uribe seine Meinung und erlaubte der Senatorin die Vermittlung wieder. Doch die Rebellen blieben dabei, dass es zunächst keine neue Freilassungsaktion mehr gibt. Gestern waren drei Polizisten und ein Soldat frei gekommen, die vor zwei Jahren verschleppt worden waren.