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Muammar al-Gaddafi für die Einheit Afrikas

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Muammar al-Gaddafi für die Einheit Afrikas

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Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi ist zum Präsidenten der Afrikanischen Union gewählt worden. Auf ihrem Gipfel in er äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stimmten eine große Mehrheit der über 50 Staats- und Regierungschefs für ihn.

Gaddafi hat nun ein Jahr Zeit, um sein Hauptprojekt voranzubringen: eine gemeinsame föderale Regierung für den ganzen Kontinent und die Gründung der “Vereinigten Staaten von Afrika”. Vorerst aber gab es einen Dämpfer. Sein Vorgänger als Präsident der Union, der tansanische Staatschef Jakaya Kikwete, konnte nur kleine Schritte ankündigen: Zwar werde die Kommission der Union nun in eine Behörde mit grösserer Kapazität umgewandelt – eine staatliche Vereinigung sei aber nicht möglich. Grund dafür ist, dass relativ erfolgreiche Länder wie Südafrika zögern, Macht an die anderen Staaten abzutreten. Im Beisein des Präsidenten Zimbabwes, Robert Mugabe, traten die Gipfelteilnehmer zudem für ein Ende der Sanktionen gegen sein Land ein, weil er sich mit der Opposition auf eine gemeinsame Regierung geeinigt hatte.