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Chinas Ministerpräsident bei Vortrag in Cambridge mit Schuh beworfen

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Chinas Ministerpräsident bei Vortrag in Cambridge mit Schuh beworfen

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Der chinesische Ministerpräsident Wen Jibao ist während eines Vortrags an der Universität Cambridge mit einem Schuh beworfen worden. Der Gegenstand verfehlte den Gast. Der Schuhwerfer hatte sich offenbar den Protest eines irakischen Journalisten gegen US-Präsident Bush zum Vorbild genommen. Er wurde von Sicherheitspersonal aus dem Saal entfernt. Der chinesische Regierungschef setzte seinen Vortrag fort. Er war am Samstag zu einem dreitägigen Besuch Großbritanniens in London eingetroffen Bei einem Treffen in der verschneiten Downing Street sprachen sich Wen und Premierminister Gordon Brown gegen Wirtschafts-Protektionismus aus. Nur mit verstärkter Kooperation könne man die globale Krise überwinden, erklärten beide Politiker. Der chinesische Ministerpräsident betonte die Bereitschaft seines Landes, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, damit sich die Weltwirtschaft möglichst schnell erhole. Beide Regierungschefs sprachen sich für eine schnelle Wiederaufnahme der Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels aus. Wie London hat auch Peking ein Milliardenpaket zur Stützung der eigenen Wirtschaft aufgelegt; in einem Interview gab Wen zu verstehen, dass China über den vorgesehen Umfang von 460 Milliarden Euro noch hinausgehen könnte.