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Internationaler Gerichtshof zieht rumänisch-ukrainische Grenze im Schwarzen Meer neu

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Internationaler Gerichtshof zieht rumänisch-ukrainische Grenze im Schwarzen Meer neu

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Im langen Streit um den Grenzverlauf im Schwarzen Meer hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag offenbar beide Kontrahenten zufriedengestellt: Die Regierungen in Bucharest und Kiew zeigten sich zufrieden mit dem Ausgang des fast fünfjährigen Verfahrens. Sie hatten zuvor erklärt, sie würden das Urteil des Gerichtshofs akzeptieren. Die fünfzehn Richter fällten ein einstimmiges Urteil: Rumänien erhält das Recht, knapp 80 Prozent des von beiden Seiten beanspruchten Festlandsockels zu nutzen, mitsamt der Gas- und Ölvorkommen. Der Ukraine wurde die Schlangeninsel zugesprochen. Für ihre wirtschaftliche Nutzung legte das Gericht einen Umkreis von 12 Seemeilen fest. Viele Rumänen hatten die Rückgabe der Insel gefordert. Der Löwenanteil an den Bodenschätzen wird einträglicher sein. Große Energiekonzerne haben Interesse an der Förderung bekundet.