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Auch Gewerkschaften fordern "britische Jobs für britische Arbeiter"

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Auch Gewerkschaften fordern "britische Jobs für britische Arbeiter"

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Die fremdenfeindlichen Streiks in Großbritannien gehen weiter. Tausende demonstrierten erneut vor der Öl-Raffinerie im zentralenglischen Lindsey, wo der französische Total-Konzern hundert Leiharbeiter aus Italien und Portugal einstellen will. Die Bemerkung von Wirtschaftsminister Peter Mandelson, britische Arbeiter könnten ja auch in anderen europäischen Ländern arbeiten, sorgte dabei für viel Unmut: “Mandelson hat gut Reden”, sagte einer. “Wenn 600 von uns irgendwo in Europa arbeiten gehen würden, dann würde da das gleiche passieren wie hier!”

An der Atomanlage Sellafield im Nordwesten forderten hunderte Leiharbeiter Schutz-Regeln für den britischen Arbeitsmarkt. Und sie wollen, dass ihre Forderungen jetzt gehört werden. “Das ist unsere letzte Gelegenheit”, erklärt ein Demonstrant. “Keinem gefällt es zu streiken und Geld zu verlieren! Es gibt ständig Gespräche, aber uns hört ja keiner zu!” “Britische Jobs für britische Arbeiter”, so ist die Parole der Zornigen. Den Gewerkschaften ist die Bewegung völlig entglitten. Sie kämpfen nun um ihren Einfluss in der Arbeiterschaft – und versuchen Druck auf die Regierung zu machen, um die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus anderen Ländern der Europäischen Union einzuschränken. Das aber brächte Großbritannien Ärger mit den Partnerländern.