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Arbeitslosigkeit in Spanien auf Rekordniveau

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Arbeitslosigkeit in Spanien auf Rekordniveau

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In Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen dramatisch angestiegen. Die Erwerbslosenquote kletterte im Januar auf knapp 14 Prozent. Das ist der höchste Wert in der Europäischen Union.

Es sei das erste Mal in ihrem Leben, dass sie Unterstützung beantragt, sagt eine Frau vor einem Madrider Arbeitsamt. Nun fühlt sie sich sehr gestresst. Amtlichen Angaben zufolge waren im Januar 3,3 Millionen Menschen erwerbslos, 200 000 mehr als im Dezember. Dies ist der höchste monatliche Anstieg, der in Spanien jemals registriert wurde. Die Zahl der Stellungssuchenden erreichte damit das höchste Niveau seit der Einführung des jetzigen Zählsystems vor 13 Jahren. Im Gesamtjahr 2008 waren noch 3,1 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, 2007 sogar nur 2,1 Millionen. Die Regierung in Madrid appellierte unterdessen an die Finanzwirtschaft, mehr Kredite an kleine und mittlere Unternehmen zu vergeben, um Investitionen anzuschieben. Dies sei eine wichtige Vorbedingung, um die Krise durchzustehen, so Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero. Mehr Investitionen könnten den Anstieg der Arbeitslosenzahlen stoppen. Besonders spürbar sind die Folgen der Finanzkrise in der Immobilien- und der Baubranche. Dies habe zu einem Einbruch der Inlandsnachfrage geführt, was sich wiederum negativ auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt habe, sagen Analysten. Die spanische Wirtschaft durchlaufe derzeit eine tiefgreifende Phase der Anpassung an schwierige Konjunkturbedingungen.