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"Die Welt gemäß K." - Kouchner weist Buch-Vorwürfe zurück

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"Die Welt gemäß K." - Kouchner weist Buch-Vorwürfe zurück

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Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner unter Erklärungsdruck. Der Arzt und Mitbegründer von Hilfsorganisationen soll als Berater millionenteure Expertisen für afrikanische Machthaber erstellt und später als Minister öffentliche und private Interessen vermischt haben. Das wirft ihm Enthüllungsjournalist Pierre Péan in seinem Buch “Die Welt gemäß K.” vor.

Beweise für einen Amtsmissbrauch bleibt Péan schuldig. Dennoch sind die oppositionellen Sozialisten, die Kouchner nach Eintritt in die Regierung Sarkozy aus der Partei warfen, empört: “Kann unsere Diplomatie von jemandem geleitet werden, der Gebühren von Personen erhalten hat, mit denen er mit offener, unabhängiger und ehrlicher Stimme sprechen soll – nämlich der Frankreichs”, fragt der Abgeordnete Arnaud Montebourg. Parteichefin Martine Aubry stellte sich hinter Kouchner, der behielt sich rechtliche Schritte vor. Sein Anwalt Georges Kiejman wies die Vorwürfe zurück: “Es gibt überhaupt keine Verbindung zwischen öffentlichen Mitteln und Geld, das Bernard Kouchner als Berater erhalten konnte, wie jede andere, erfahrene Person. Bernard Kouchner hat in der Tat doppelte Erfahrung im Gesundheitssektor, er ist Arzt und war mehrmals Gesundheitsminister.” Auch Kouchner selbst wies jedes Fehlverhalten zurück. Der beliebteste unter Sarkozys Ministern könnte dennoch einen Imageschaden davontragen.