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Kirgisistan will US-Stützpunkt schließen

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Kirgisistan will US-Stützpunkt schließen

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Moskau macht weiter seinen Machtanspruch in den früheren Sowjetrepubliken geltend. Der Präsident Kirgisistans, Kurmanbek Bakijew, versprach gestern die Schließung des US-Stützpunktes Manas. Im Gegenzug erhält das Land Finanzhilfe von knapp 120 Millionen Euro und einen Milliardenkredit. Auch Weißrussland soll ein Darlehen gewährt werden, für die Unterzeichnung einer Militärkooperation.

Der US-Stützpunkt nahe der Hauptstadt Bischkek ist strategisch bedeutend für den NATO-Einsatz in Afghanistan. Mit einer Umverlegung von Nachschubrouten weg aus Pakistan und einer möglichen Truppenaufstockung könnte er noch bedeutender werden. Die Basis wurde nach den Anschlägen des 11. September 2001 eingerichtet. 1000 Amerikaner sind dort stationiert. Die kirgiesische Regierung ordnete die Schließung an, das Parlament muss aber noch zustimmen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsminsiteriums räumte ein, dass über die Miete für den Stützpunkt zuletzt verhandelt worden war.