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Doppeltes Spiel in Moskau - Kirgisistan schließt US-Basis

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Doppeltes Spiel in Moskau - Kirgisistan schließt US-Basis

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Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat den USA eine “Koalition gegen den Terrorismus” in Zentralasien vorgeschlagen. Gleichzeitig machte Moskau seinen Machtanspruch in den früheren Sowjetrepubliken geltend. Beim Gipfel der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit gründeten die sieben Mitglieder eine gemeinsame Militärtuppe.

Der Präsident Kirgisistans, Kurmanbek Bakijew, sagte die Schließung des US-Stützpunktes Manas zu. Im Gegenzug erhält das Land russische Finanzhilfe und einen Milliardenkredit. Der US-Stützpunkt nahe der Hauptstadt Bischkek ist strategisch bedeutend für den ISAF-Einsatz in Afghanistan. Mit einer Truppenaufstockung könnte er noch wichtiger werden. Wie das US-Verteidigungsministerium bestätigte, war zuletzt über die Miete der 2001 eröffneten Basis verhandelt worden. Das kirgisische Parlament will bis zum Wochenende über die Schließung beraten. Sie wäre ein weiterer Rückschlag für den Afghanistan-Nachschub. Die Landroute über Pakistan wird zunehmend unsicher. Am Dienstag zerstörten Taliban-Kämpfer eine Brücke am strategisch wichtigen Chaiber-Pass.