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Ex-Geisel kritisiert kolumbianischen Präsidenten

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Ex-Geisel kritisiert kolumbianischen Präsidenten

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Der frühere Gouverneur der kolumbianischen Provinz Meta, Alan Jara, ist nach acht Jahren Geiselhaft von der marxistischen Rebellenorganisation FARC freigelassen worden. Seine Frau und sein Sohn warteten auf ihn in der Stadt Villavicencio. FARC-Rebellen hatten Jara im Urwald an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben.

Alan Jara übte auf einer Pressekonferenz scharfe Kritik an Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe. Uribe habe durch seine harte Haltung gegenüber der FARC nichts dazu beigetragen, dass Geiseln frei kämen oder sich ihre Situation verbessere. Er sage dies nicht aus Bitterkeit, sondern dies sei eine klare Analyse der Realität. Mit Alan Jara haben die FARC-Rebellen seit Sonntag fünf Geiseln ohne erkennbare Gegenleistungen auf freien Fuß gesetzt. Für Donnerstag ist die Freilassung des Politikers Sigifredo Lopez geplant. Schätzungen zufolge halten die FARC-Rebellen insgesamt mehr als 800 Menschen im kolumbianischen Dschungel als Geiseln.