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Israel vor der Wahl - Marine bringt erstmals Hilfsschiff für Gazastreifen auf

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Israel vor der Wahl - Marine bringt erstmals Hilfsschiff für Gazastreifen auf

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Es sind nur noch wenige Tage: Am 10. Februar wählt Israel ein neues Parlament. Es wird eine richtungsweisende Entscheidung, die wohl vor allem zwischen der derzeitigen Außenministerin Zipi Livni und Oppositionsführer Benjamin Netanjahu fallen wird. Livni setzt auf ruhige Töne: “Die Extremisten schlagen, mit den Gemäßigten reden”, heisst es bei ihrer Kadima-Partei im Hinblick auf den Umgang mit den Palästinensern. Sie betonte bei einer Pressekonferenz der drei Hauptkandidaten in Tel Aviv, dass sie im Falle eines Wahlsieges die Friedensverhandlungen fortsetzen werde. Für die Arbeitspartei tritt Verteidigungsminister Ehud Barak an; Chancen auf einen Sieg hat er in Umfragen aber nicht, sogar die rechtsgerichtete Einwandererpartei “Unser Haus Israel” könnte mehr Stimmen bekommen. Favorit ist Benjamin Netanjahu. Der ehemalige Ministerpräsident lehnt einen unabhängigen Palästinenserstaat ab, die islamistische Hamas im Gazastreifen will er stürzen. Das Land brauche eine starke und stabile Regierung, so Netanjahu, und er glaube, für das Volk sei das eine starke und stabile Likud-Partei. Die israelische Marine brachte unterdessen erstmals ein internationales Hilfsschiff auf seiner Fahrt in den Gazastreifen auf. Kriegsschiffe geleiteten das libanesische Schiff in den israelischen Hafen Aschdod. Es hat Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Spielsachen an Bord.