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Googles "Latitude" ruft Kritiker auf den Plan

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Googles "Latitude" ruft Kritiker auf den Plan

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Ein neuer Ortungsdienste von Google ruft Freunde auf den Bildschirm und Kritiker auf den Plan. “Latitude” kann den Aufenthaltsort über GPS und Handy-Masten anzeigen. Seit gestern ist es in 27 Ländern verfügbar, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schon länger gibt es Ortungssysteme. Bei Google kommen sie zusammen mit anderen Diensten. “Street View” zum Beispiel zeigt Häuser-Fassaden und sorgte in Japan für heftige Kritik.

Google verspricht, keine Bewegungsdaten zu speichern, der User kann sich jederzeit abmelden. Ein Produktmanager erklärt: “Wann sind Sie zu Hause? Sind sie schon von Arbeit gegangen? Ist ihre Frau im Restaurant, wo sie sich treffen wollten? Alles alltägliche Fragen, und das ist ein tolles Tool, um jemandem zu zeigen: Ich bin zu spät. So kann man sinnvoller mit seiner Zeit umgehen und zwischenmenschliche Konflikte ausräumen.” Das ginge freilich auch mit einem Anruf – Für die Benutzung braucht man ein Handy. Noch läuft die Software nicht auf allen Geräten. Auch für PCs mit drahtlosem Internet gibt es eine Version. Kritker befürchten, dass bald zielgerichtet Werbungs aufs Display poppt. Google bestreitet derartige Pläne.