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Tödlicher Erasmus-Austausch: Prozess um Sex, Drogen und Mord in Italien fortgesetzt

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Tödlicher Erasmus-Austausch: Prozess um Sex, Drogen und Mord in Italien fortgesetzt

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Italiens derzeit wohl spektakulärster Prozess um Sex, Drogen und Gewalt ist in Perugia in Umbrien fortgesetzt worden. Bei dem Verfahren, das international Aufsehen erregt, geht es um den brutalen Mord an einer britischen Erasmus-Ausstauschstudentin. Die 22jährige soll 2007 von ihrer Mitbewohnerin und den beiden Freunden der Frauen getötet worden sein, weil sie sich weigerte, an Sexspielen teilzunehmen. Nachdem sie mit Messerstichen gequält worden war, schnitten die Täter ihr die Kehle durch.

Die Angeklagten, eine 21jährige Amerikanerin und ihr kaum älterer italienischer Ex-Freund, beteuern ihre Unschuld. Nach Medienberichten hatten die mutmaßlichen Mörder zuvor Cannabis geraucht. Ein dritter Angeklagter, der Freund des Opfers, der von der Elfenbeinküste stammt, wurde bereits in einem Schnellverfahren im vergangenen Oktober zu 30 Jahren Haft verurteilt. Doch hatten die Ermittler DNA-Spuren der beiden anderen Verdächtigen am Tatmesser und am Büstenhalter des Opfers sichergestellt. Die Verteidigung wirft ihnen schlampige Ermittlungen und Vernichtung von Beweisen vor. Die Familie der Britin fordert 30 Millionen Euro Entschädigung.