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Aus für US-Basis in Kirgisistan

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Aus für US-Basis in Kirgisistan

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Die USA werden ihren Luftwaffenstützpunkt in Kirgisistan schließen müssen – eine strategisch wichtige Nachschub-Basis für die Truppen in Afghanistan. Die kirgisische Regierung teilte mit, die Entscheidung sei endgültig. Dahinter steckt nach Einschätzung der Kommentatoren russischer Druck.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow beschwichtigte aber umgehend: “Erst vor wenigen Tagen hat die amerikanische Seite uns gebeten, das Russland-Nato-Abkommen vom vergangenen April umzusetzen. Es betrifft den Transit nicht-militärischer Güter durch russisches Territorium für die Versorgung der Internationalen Schutztruppe ISAF. Wir haben dies binnen 24 Stunden positiv beantwortet. Wir warten nun, dass unsere amerikanischen Partner uns die Details, die Menge und die Art der Lieferungen nennen. Danach werden wir die notwendigen Genehmigungen erteilen.” Auch von Tadschikistan kam die Transit-Erlaubnis für nicht-militärische Güter, den Waffentransport müssen die USA künftig anders bewältigen. Nach russischen Medienberichten konnte die Moskauer Führung, die die Region als ihr Einflussgebiet sieht, die Schließung des Stützpunktes durchsetzen, indem sie dem kirgisischen Präsidenten milliardenschwere Kredit- und Finanzhilfe zusagte.