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Sarkozy: Unternehmen entlasten, mit Gewerkschaften reden

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Sarkozy: Unternehmen entlasten, mit Gewerkschaften reden

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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will den Kapitalismus reformieren. Dabei hofft er auf die Unterstützung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. In einer eineinhalbstündigen Live-Sendung kritiserte Sarkozy Ratingagenturen und Steuerparadise.

Die französische Wirtschaft will der Präsident weiter entlasten: “Dasselbe Auto in Tschechien zu bauen – ein EU-Mitglied – das macht einen Unterschied von 1000 Euro. Und von diesen 1000 Euro sind ein Drittel Gewerbesteuer, eine Abgabe, die es nirgendwo sonst in Europa gibt. Und wir werden die Gewerbesteuer in 2010 abschaffen. (…) Ich will, dass die Fabriken in Frankreich bleiben.” Die Maßnahme kostet den angespannten Staatshaushalt acht Milliarden Euro. Die Regierung hatte bereits ein 26 Milliarden schweres Investitionspaket aufgelegt. Mit den aus den gestützten Banken zurückfließenden Einnahmen will Sarkozy die Mittelklasse stützen, Boni soll es nicht geben. Trotz seines Umfragetiefs sagte Sarkozy weitere Reformen zu: “Ich werde weiter daran arbeiten, dieses Land zu reformieren, das ist meine Aufgabe. Nur so kann Frankreich gestärkt aus der Krise hervorgehen.” Gewerkschaftsverterter kritisierten die Ankündigungen als unkonkret. In knapp zwei Wochen will Sarkozy mit Gewerkschaften und Arbeitgebern verhandeln. Am Generalstreik gegen die Regierung hatten sich in der vergangenen Woche mehr als eine Million Franzosen beteiligt.