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UN-Hilfswerk setzt Lieferungen in den Gazastreifen wegen Diebstahls aus

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UN-Hilfswerk setzt Lieferungen in den Gazastreifen wegen Diebstahls aus

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Aus Protest gegen den Diebstahl von Hilfsgütern hat das UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge Lieferungen in den Gazastreifen ausgesetzt. Dort hatten Polizisten nach UN-Angaben am Dienstag mehrere tausend Decken und hunderte Lebensmittelpakete gewaltsam beschlagnahmt. Dies sei auf der palästinensischen Seite des Kerem-Schalom-Grenzübergangs nach Israel geschehen, sagte UN-Sprecher Chris Gunness. Das Material sei mit Lastwagen des palästinensischen Sozialministeriums fortgeschafft worden. Der Sprecher forderte die Rückgabe aller entwendeten Hilfsgüter und Sicherheitsgarantien, erst dann würden Lieferungen nach Gaza wieder aufgenommen. Nach UN-Angaben geht die Verteilung von Hilfsgütern aus vorhandenen Beständen weiter. Der Diebstahl am Grenzübergang sei der erste derartige Vorfall, erklärte das UN-Hilfswerk weiter. Die Täter, palästinensische Polizisten, unterstehen der im Gazastreifen herrschenden, radikalislamischen Hamas-Bewegung. Das UN-Hilfswerk ist die größten im Gazastreifen tätige Hilfsorganisation. Von den 1,5 Millionen dort lebenden Palästinensern ist etwa die Hälfte von dieser Hilfe abhängig.