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Amerikaner warten auf Konjunkturprogramm

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Amerikaner warten auf Konjunkturprogramm

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So viele Jobs wie im vergangenen Monat sind in den USA das letzte Mal Mitte der siebziger Jahre verloren gegangen. Das verarbeitende Gewerbe, die Industrie, der Handel – sie alle haben in den vergangenen Wochen und Monaten hunderttausende Amerikaner entlassen – insgesamt weit über drei Millionen seit Beginn des Abschwungs.

Die Betroffenen suchen nun vergeblich: “Es ist wirklich hart auf dem Markt: Ich habe im Internet gesucht, und da bieten eine Menge Unternehmen Jobs an. Aber wenn du dich bei ihnen bewirbst, dann rufen sie dich nicht an”, klagt ein Bewerber auf dem Arbeitsamt, seine Leidensgenossin berichtet: “Seit zwei Monaten suche ich jetzt, und finde nichts. Ich hab kein Vertrauen in den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft, ich glaube nicht, dass es so bald wieder aufwärts geht.” Das Arbeitsministerium verzeichnet darüber hinaus knapp acht Millionen Amerikaner, die auf Kurzarbeit zurückgestuft wurden. Die Hoffnungen richten sich nun auf das Konjunkturpaket, doch auch hier weiß man, dass dieses nicht sofort helfen kann. Die Standard & Poors-Analystin Beth Ann Bovino meint: “Das Programm wird sicherlich Jobs schaffen, es wird sicherlich die Arbeitslosenquote senken, die im Moment bei 7,6 Prozent liegt. Die Frage ist aber, wann das Konjunkturpaket zu greifen beginnt, und wie schnell? Sogar, wenn es angelaufen ist, wird es einige Monate dauern, bis sich Wirkung zeigt.” Wirkung hat die Hoffnung auf baldige Verabschiedung des Pakets und einen Bankenrettungsplan schon an der Wall Street gezeigt: Die schloss diese Handelswoche im Plus.