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Wahl in Israel: Werben um die Unentschiedenen

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Wahl in Israel: Werben um die Unentschiedenen

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Ein Kopf-an-Kopfrennen zeichnet sich bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Israel ab. Umso angespannter versuchen die Spitzenkandidaten, nun die vielen Unentschiedenen auf ihre Seite zu ziehen: Etwa ein Fünftel der Israelis weiß noch nicht, wem es am Dienstag seine Stimme geben soll.
 
Favorit ist bislang die Likud-Partei von Oppositionsführer Benjamin Netanjahu. Doch sein Vorsprung wird kleiner, und Netanjahu muss fürchten, dass er Stimmen ans Rechts-Außen-Lager verliert. Er hält sich Koalitions-Optionen sowohl mit diesem Flügel offen, als auch mit der regierenden Kadima-Partei von Außenministerin Zipi Livni. Sie hat Boden gutgemacht und liegt nun in den Umfragen in etwa gleichauf.
 
Absteigen dürfte hingegen ihr Koalitionspartner und Verteidungsminister Ehud Barack mit seiner Arbeitspartei. Livni konzentrierte sich zuletzt auf die Unentschiedenen, arabische und linke Wähler und hofft nun doch noch auf den Sieg.
 
Der Aufsteiger wird laut Umfragen Avigdor Liebermann mit seiner anti-arabischen Partei Israel Beitenu werden: Als voraussichtlich drittstärkste Kraft im Parlament könnte seine Partei den Ausschlag geben, wer künftig in der Regierung sitzt. Gegenüber den Wählern will er sich nicht auf eine Koalitionsvariante festlegen, er schließe niemanden als Partner aus. Insgesamt wird ein Rechtsruck für Israel vorhergesagt.