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Vermutlich neuer ETA-Anschlag in Madrid

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Vermutlich neuer ETA-Anschlag in Madrid

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Madrid ist wieder zum Ziel eines Anschlags geworden: In einem Gewerbegebiet der spanischen Hauptstadt explodierte eine Autobombe. In der Nähe ist das größte Tagungszentrum der Stadt, aber auch der Sitz des Baukonzerns Ferrovial. Ferrovial baut unter anderem die Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke im Baskenland; Separatisten dort wollen diese Strecke verhindern und haben deshalb schon mehrere Anschläge verübt.

Den Ermittlern gilt daher die Untergrundgruppe ETA als Täter. Ein Anrufer hatte den Anschlag außerdem im Namen der ETA angekündigt. Das Gelände konnte deshalb geräumt und abgesperrt werden, niemand kam zu Schaden. Der Anschlag kam einen Tag nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts gegen zwei baskische Parteien. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba weist darauf hin, dass diese Parteien Verbindungen zur Separatistenpartei Batasuna hätten, die ihrerseits als politischer Arm der ETA gilt und schon länger verboten ist. Die ETA, sagt er, habe nun gezeigt, dass diese Gerichtsentscheidung richtig war. In knapp drei Wochen wird im Baskenland gewählt: Die Richter hatten den beiden Parteien verboten, zu dieser Regionalwahl anzutreten. Am Dienstag wird außerdem ein Untersuchungsrichter entscheiden, ob die zwei Parteien ganz verboten werden.