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Blutige Proteste in Madagaskar

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Blutige Proteste in Madagaskar

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Der Machtkampf auf der Tropeninsel Madagaskar wird immer blutiger. Allein an diesem Wochenende sind bei der Niederschlagung einer Protestkundgebung dutzende Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Das deutsche Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für die vor Afrika gelegene Insel ausgesprochen. Das Militär hatte nach einer Kundgebung der Opposition mit automatischen Waffen auf die Demonstranten geschossen und richteten dabei ein Blutbad an.

Ein Demonstrant sagte: “Wir haben das Blutbad gesehen. Wir sind Zeugen, dass viele Tote und Verwundete in Krankenhäusern liegen. Wir rufen alle Madagassen auf, weiter gegen die Regierung zu protestieren.” Der selbsternannte Präsident Andry Rajoelina hatte vor mehreren zehntausend Anhängern in der Hauptstadt Antananarive eine Gegenregierung ausgerufen. Zehntausend Menschen zogen danach zum Regierungspalast des amtierenden Amtsinhabers Marc Ravalomanana. Dort wurden sie von einer Spezialeinheit aus automatischen Waffen beschossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat seine Hilfe für eine friedliche Lösung des Konflikts angeboten.