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Waldbrände in Australien toben weiter

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Waldbrände in Australien toben weiter

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Die Buschfeuer im australischen Südosten toben weiter. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf mehr als 130 gestiegen; damit ist das Feuer die schwerste Katastrophe seit einem Wirbelsturm vor über hundert Jahren.

Begünstigt werden die Brände durch starken Wind, Trockenheit und extrem hohe Temperaturen. So herrschten in Melbourne, der zweitgrößten Stadt des Landes, tagelang um die 45 Grad. Die Behörden gehen davon aus, dass das Feuer an einigen Stellen gelegt worden ist. “Was soll man dazu noch sagen”, zeigt sich Regierungschef Kevin Rudd deshalb ratlos; “es gibt keine Worte, um das zu beschreiben – höchstens Massenmord.” Die Zahl der Toten könnte noch erheblich steigen: Erst jetzt kommen die Retter in einige der am schlimmsten betroffenen Gebiete. Mehr als dreitausend Quadratkilometer Wald und Busch sind schon abgebrannt, über siebenhundert Häuser zerstört. Die Behörden versuchen, Tausende Obdachlose mit dem Notwendigsten zu versorgen. Die Opfer sollen zunächst eine Soforthilfe von gut fünfhundert Euro für Lebensmittel und Kleidung bekommen. Nach wie vor lodern noch rund dreißig Brände. Die Hitzewelle ist nun zwar vorbei; trotzdem kann es noch Tage dauern, bis alle Feuer unter Kontrolle sind.