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Schweizer sagen "Ja" zu Rumänen und Bulgaren

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Schweizer sagen "Ja" zu Rumänen und Bulgaren

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Mit überraschend klarer Mehrheit haben die Schweizer “oui” oder “ja” gestimmt, und es damit ALLEN Bürgeren der Europäischen Union ermöglicht, in der Schweiz zu arbeiten und zu leben. Fast 60 Prozent der Eidgenossen sprachen sich im Referendum für die Ausweitung der sogenannten “Personenfreizügigkeit” auf Rumänen und Bulgaren, deren Länder erst seit etwas über einem Jahr der EU angehören.

Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey sagt, sie sei stolz, Schweizerin zu sein. Ihr Land sei das einzige, das jedes Mal an die Urnen ginge, wenn die Europäische Union erweitert werde, und jedes Mal stimmen ihre Mitbürger zu – obwohl die Schweiz gar kein EU-Mitglied sei. Das zeige, dass die Schweizer sich nicht durch Angstkampagnen einschüchtern ließen. Mit solchen versuchte vor allem die Schweizer Volkspartei ihre Mitbürger von der Zustimmung abzubringen. Als Raben werden dort Ausländer dargestellt, die das Land plündern… Ganz anders sehen das die Rumänen, die bereits in der Schweiz leben. Bei ihnen war die Freude groß. Diese Journalistin erzählt von einere großen Erleichterung. Dies sei die Schweiz, die sie liebe, die sie respektiere und die sie heute Abend feiere. Es sei ein “ja” der Schweiz zu Rumänien und Bulgarien, aber noch mehr ein großes “ja” zu Europa. Hätten die Eidgenossen ‘nein’ gestimmt, hätte der Schweiz in vielen Branchen Arbeitskräftemangel gedroht, zudem hätte der Warenexport in die EU behindert werden können.