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Islamische Revolution feiert 30-jähriges Jubiläum

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Islamische Revolution feiert 30-jähriges Jubiläum

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Die “Islamische Republik Iran” feiert ihr dreißigjähriges Bestehens. In dieser Zeit hat das Land turbulente Zeiten durchlebt und viele Herausforderungen gemeistert. Aber trotz relativer Stabilität wurde der “Gottesstaat” nie vom Westen als ernsthafter politischer Partner anerkannt – derzeit ist der Iran erneut international isoliert.

Januar 1979. Aufruhr auf den Straßen von Teheran. Mit einer Mischung aus Hoffnung und Besorgnis schaut die Welt auf das so lange von einem Monarchen mit straffer Hand geführte Land.
Den vom Westen getragene Schah Reza Pahlevi hat das Volk bereits vertrieben. Kurz darauf wird die 2.500 Jahre alte persischer Monarchie abgeschafft.

Am 1. Februar landet aus seinem Pariser Exil kommend der Großajatollah Ruhhollah Khomeni in Teheran. Der Initiator und Führer dieser islamischen Revolution. Begrüßt und umjubelt von Massen. Dann der Schock für den Westen.

Khomenis junge Anhänger stürmen die US-Botschaft. Die USA – das ist für sie die Macht hinter dem verhaßten Schah. Eine Weltmacht wird gedemütigt. Daran erinnert man im Iran jedes Jahr zur “Revolutionsfeier”. Nach wie vor die gleichen Töne, die unter Präsident Ahmadinedjad sogar wieder schärfer wurden. Amerika – das ist immer noch der “große Satan“ . Gegen Amerika werden noch immer die Massen auf die Straße geschickt. “Nein”, sagt ein iranischer Historiker, “die Revolution wurde nicht gestoppt. Wenn wir wirklich wirtschaftliche und kulturelle Unabhängigkeit erringen wollen, dann müssen wir unsere nationalen Rechte in der Welt verteidigen.”

Und trotzdem wird der Ruf nach einem Reformer immer lauter. Gemeint ist Mohammed Chatami, Präsident von 1997 bis 2005. Auch wenn er noch zögert. Schließlich weiß er, was es bedeutet, daß über dem Präsidenten noch der religiöse Führer steht. Es bleibt also alles offen nach 30 Jahren Mullah-Herrschaft im Iran. Auch wenn die USA ihre Bereitschaft signalisiert haben, im Atomstreit auf den Iran zuzugehen.