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Tzipi Livni auf dem Weg nach oben

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Tzipi Livni auf dem Weg nach oben

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In Israel wird die Knesset neu bestimmt. Außenministerin Tzipi Livni hat ihre Stimme schon abgegeben. Sicherlich für ihre Kadimapartei, für die sie als Spitzenkandidatin ins Rennen ging.

Das israelische Wahlgesetz verbietet die Veröffentlichung aktueller Umfragen in den Tagen vor der Wahl, doch zuletzt hatte Tzipi Livni gewaltig zugelegt und den Vorsprung von Benjamin Netanjahu langsam dahinschmelzen lassen, der hier mit seiner Gattin abstimmt. Sein Likud-Block liegt quasi Kopf-an-Kopf mit der Kadimapartei. Alle großen Parteien sind in letzter Zeit – nicht zuletzt wegen des Dauerbeschusses israelischer Grenzorte durch Raketen der Islamisten – weiter nach rechts gerückt. Die Arbeitspartei von Verteidigungsminister Ehud Barack steuerte den letzten Umfragen zufolge auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte zu. Allerdings könnte die Wahlbeteiligung wieder niedrig sein, Politikverdrossenheit und stürmisches Wetter könnten viele Israelis zuhause bleiben lassen. Rechts-Außen Awigdor Lieberman könnte mit seinem aggressiven Wahlkampf gegen Araber bei dieser Knessetwahl überraschend viele Stimme für seine Partei Beiteinu holen. Insgesamt stellen sich 33 Parteien den Wählern. Viele der kleinen drohen an der 2 Prozent Hürde zu scheitern. 5,2 Millionen Israelis sind wahlberechtigt. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ist dies die 18. Wahl zur Knesset, dem israelischen Parlament.