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Knapper Ausgang zwischen Kadima und Likud in Israel

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Knapper Ausgang zwischen Kadima und Likud in Israel

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Die Parlamentswahl in Israel ist mit knappen Ergebnissen zwischen der Kadima Partei der Außenministerin Zipi Livni und dem Likud des bisherigen Oppositionsführers Benjamin Netanjahu ausgegangen. Beide erhoben Anspruch auf das Amt des künftigen Ministerpräsidenten. Es waren die 18. Parlamentswahlen in der Geschichte Israels. Die Bürger waren ein Jahr vorzeitig zu der Abstimmung aufgerufen worden, weil die Regierungskoalition im Zuge von Ermittlungen gegen den scheidenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert wegen Korruptionsverdacht auseinandergebrochen war.

Kurz nach der Wahl sagte Netanjahu, mit der Hilfe Gottes werde er an der Spitze der künftigen Regierung stehen. Netanjahu begründet seinen Machtanspruch mit den starken Zugewinnen seiner rechtsgerichteten Partei sowie mit dem guten Abschneiden des rechten Lagers. Livni forderte Netanjahu auf, einer Regierung der nationalen Einheit beizutreten. “Ich appelliere an die Parteien, die links und an die Parteien, die rechts von uns stehen”, fügte sie hinzu. Mehr als 65 Prozent der rund fünf Millionen Wahlberechtigten beteiligten sich an der Abstimmung. Dies war mehr als bei der Wahl vor drei Jahren. Aus Furcht vor möglichen Anschlägen galt für die Sicherheitskräfte höchste Alarmbereitschaft.