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Anschlagserie mit Todesopfern in Kabul

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Anschlagserie mit Todesopfern in Kabul

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Einen Tag vor dem Besuch des neuen US-Sondergesandten Richard Holbrooke haben sind bei Selbstmordanschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens 26 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Zu der beispiellosen Angriffserie bekannten sich die Taliban. Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wurden alle acht Attentäter getötet. Nur zwei von ihnen sei es gelungen, ihre Sprengstoff-Westen zu zünden. Die Anschläge galten dem Justiz- und dem Bildungsministerium sowie der Gefängnisbehörde. Im Justizministerium hätten sich drei Attentäter verschanzt, die nach einem dreistündigen Feuergefecht erschossen worden seien. Unter den Opfern sind Zivilisten, Polizisten und Geheimdienst-Mitarbeiter. US-Präsident Barack Obama will in Kürze über eine Truppenverstärkung in Afghanistan entscheiden. Derzeit sind gut 36.000 US-Soldaten dort stationiert. Es wird erwartet, dass Obama grünes Licht für die Entsendung von bis zu 15.000 zusätzlichen Kräften gibt.